
Inka Wischmann
Pastorin in Veenhusen – und ziemlich genau dort, wo ich sein möchte
Seit 2020 bin ich Pastorin in Veenhusen – und noch immer freue ich mich darüber, dass es genau diese Gemeinde geworden ist.
Dass ich einmal Pastorin werden würde, war allerdings nicht von Anfang an mein großer Lebensplan. Einen wichtigen Anstoß dazu bekam ich ausgerechnet in der kleinen Gemeinde Baccum: Dort wurde ich konfirmiert und viele Jahre später absolvierte ich dort mein Gemeindepraktikum – bei Pastor Billker, der damit, wie ich heute gern sage, ein bisschen „Schuld“ daran mitträgt, dass ich Pastorin geworden bin. Denn dieses Praktikum hat mir ziemlich eindeutig gezeigt: Ich möchte Gemeindepastorin werden. Und eigentlich möchte ich auch nichts anderes.
Dass ich mich Jahre später ausgerechnet in der Gemeinde beworben habe, in der sein Vater Jahrzehnte zuvor Pastor gewesen war, amüsiert mich bis heute. Manchmal sind die Wege des Lebens eben erstaunlich verschlungen – und die Welt ist kleiner, als man denkt.
Was ich an meinem Beruf besonders mag, ist die Vielfalt von Gemeinde. Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen zu begegnen, gemeinsam Gottesdienste zu feiern, über den Glauben nachzudenken, zu lachen, zu trösten, Fragen auszuhalten und manchmal auch gemeinsam nach Antworten zu suchen. Für mich ist Kirche kein Ort, an dem schon auf alles eine fertige Antwort wartet. Sie ist ein Ort, an dem Menschen mit ihrem ganzen Leben vorkommen dürfen.
Theologisch begleitet mich dabei besonders Paulus. Seine Briefe lese ich auch nach vielen Jahren immer wieder mit dem Gefühl, noch etwas Neues entdecken zu können. Besonders wichtig ist mir sein Bild von der Gemeinde als Leib Christi: Jeder Mensch ist wichtig. Jeder wird gebraucht – mit den eigenen Begabungen, Interessen und Talenten. Gemeinde lebt nicht davon, dass einige wenige alles machen, sondern davon, dass viele Menschen etwas von sich einbringen. Genau das finde ich an Gemeinde immer wieder spannend und schön.
Und natürlich besteht mein Leben nicht nur aus Theologie. In meiner Freizeit lese ich leidenschaftlich gern – am liebsten tatsächlich Horrorliteratur. Stephen King begleitet mich, seit ich zwölf Jahre alt bin und ist für mich bis heute der größte Autor überhaupt. Wenn es etwas weniger unheimlich sein soll, darf es auch gern einmal ein guter Krimi sein.
Am liebsten verbringe ich meine freie Zeit mit meinem Partner Matthias und unserem Hund Jancu. Jancu ist eine kleine Diva, und er weiß selbstverständlich immer ziemlich genau, was er möchte – und lässt uns daran auch zuverlässig teilhaben. 😉 Wir gehen viel spazieren, und seit es E-Bikes gibt, fahre auch ich recht gern Rad. Wenn genügend Zeit übrig bleibt, bin ich außerdem gern am PC unterwegs, kann mich für das ein oder andere Computerspiel begeistern und mich durchaus auch mal etwas länger in einer Serie verlieren als ursprünglich geplant.
Und weil ich gern gut esse, koche ich auch gern selbst – und bilde mir zumindest ein, dass ich das ziemlich gut kann. 😉
So gehört für mich vieles zusammen: Glaube und Alltag, Theologie und das ganz normale Leben, gemeinsames Nachdenken und gemeinsames Lachen. Und das trifft auch ziemlich genau mein Verständnis von Gemeinde: ein Ort, an dem all das zusammenkommen darf und an dem alle Menschen mit dem, was sie mitbringen, ihren Platz haben.

Hallo, mein Name ist Wiebke Olling und ich bin im Frühjahr 2020 als Pastorin in diese Gemeinde gewählt worden.
Ich liebe meinen Beruf – besonders die Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen und die Gespräche über die großen und kleinen Fragen des Lebens und Glaubens. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit ist außerdem die Konfirmand*innenarbeit geworden. Getragen fühle ich mich von meinem Glauben und der Botschaft der Bibel, die mich begleitet und die ich gerne weitergebe.
Geboren wurde ich 1983 in Leer, aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof in Esklum.
Von 2003 bis 2004 habe ich mit der Norddeutschen Mission einen Freiwilligendienst in einem Kindergarten und einem Straßenkinderprojekt in Ho/Ghana absolviert.
Diese Zeit hat mich nachhaltig geprägt und meine Verbundenheit mit Ghana sowie mit der Arbeit der Norddeutschen Mission besteht bis heute. Evangelische Theologie habe ich in Münster, Tübingen und Berlin studiert.
Mein Vikariat führte mich in die Krummhörn nach Manslagt und Pilsum, die Anerkennungszeit anschließend ins Emsland, nach Lingen. Dort habe ich insbesondere die ökumenische Zusammenarbeit mit den Lingener Kirchengemeinden als große Bereicherung erlebt.
Neben dem Pfarrdienst war ich mehrere Jahre im Schuldienst tätig, unter anderem am Gymnasium in Papenburg und an der IGS Moormerland. Die Arbeit in Schule und Gemeinde hat meinen Blick auf Menschen und Lebensfragen geprägt.
In meiner freien Zeit bin ich gerne draußen unterwegs und genieße die Zeit mit meiner Familie, meinem Pferd und unserem Kater. Ich bin verheiratet mit Christoph, gemeinsam haben wir einen Sohn, Jonathan.

